Bergen, Retten, Löschen, Schützen: Die Freiwillige Feuerwehr Heeßel feiert in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen.

 

Von Sandra Köhler

Heessel. Ein Brand im Jahr 1921 hatte den Ausschlag gegeben: Die Heeßeler Einwohner kamen zur Erkenntnis, dass eine Pflichtfeuerwehr zum Brandschutz nicht ausreiche. Deshalb gründeten sie am 5. Februar 1923 die Freiwillige Feuerwehr Heeßel. Trotz Inflation und Weltwirtschaftkrise fanden sich 25 Mann unter der Führung von Adolf Ebeling zum Dienst bereit – mit einer von zwei Pferden gezogenen Handdruckspritze. 1925 wurde an der Stelle des heutigen Feuerwehrhauses mithilfe des Sägewerksbesitzers Heinrich Pieper ein Schlauchturm errichtet, dieser prägt das Ortsbild bis zu einem Sturm im Jahre 1957. Das erste motorisierte Gefährt war 1950 ein vom stellvertretenden Gemeindebrandmeister Wilhelm Heinecke gekaufter Hanomag, der in Eigenarbeit zum Mannschaftstransportwagen umgebaut wurde. Ebenfalls 1950 übergab Ebeling nach 28 Jahren das Amt des Gemeindebrandmeisters an Friedrich Plaß. Mit der Gebietsreform im Jahre 1974 ging auch eine Reform im Löschwesen einher: Der sogenannte alte Löschbezirk Röddensen wurde aufgelöst. Heeßel gesellte sich den Feuerwehren Dachtmissen, Hülptingsen, Schillerslage und Weferlingsen hinzu. 1984 war die Erweiterung des Feuerwehrhauses mit einer dritten Fahrzeughalle, Küche, Büro, Toiletten und Unterrichtsraum abgeschlossen. Passend zum 75-jährigen Bestehen gründete sich die gemeinsame Jugendfeuerwehr Schillerslage-Heeßel. 2000 kam der Förderverein, 2008 die Kinderfeuerwehr Heeßel hinzu. Am 15. April 2010 legten Ortsbrandmeister Karsten Lübbe und Bürgermeister Alfred Baxmann den Grundstein für den Anbau des Feuerwehrhauses, der am 23. Oktober offiziell übergeben wird. Am Abend des 29. Oktobers 2010 musste die Ortswehr ausrücken: Die Halle des Heeßeler SV stand lichterloh in Flammen. Die Löscharbeiten nehmen zehn Stunden in Anspruch. 

Das historische Foto zeigt das ehemalige Heeßeler Fahrzeug auf der Fahrt zum Wettkampf. Das Bild entstand nach Angaben von Ortsbrandmeister Karsten Lübbe etwa um 1954.

 

Quelle: Anzeiger für Burgdorf und Lehrte vom Freitag 2. August 2013

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