Gastgeber Heeßel belegt bei Eimerspielen der Feuerwehren dritten Rang – Peter Nicks und Henning Plaß geehrt

Zu ihrem 90-jährigen Bestehen hat sich die Ortsfeuerwehr Heeßel einen historischen Wettkampf – die sogenannten Eimerfestspiele – geschenkt. Viele Zuschauer haben den Wettstreit der befreundeten Wehren des „Alten Löschbezirks Röddensen“ verfolgt.

 von Sandra Köhler


Heeßel. So schnell wie irgend möglich einen Löschangriff mit einer offenen Wasserentnahmestelle aufbauen und zum Schluss drei Eimer von Stativen spritzen: Das ist das Szenario bei dem Feuerwehrwettbewerb nach Heimberg-Fuchs. Der Reiz dieser Aufgabe liegt laut Ortsbrandmeister Karsten Lübbe in der Exaktheit: „Man hat nur einen Versuch. Wenn auch nur eine Kleinigkeit danebengeht, war es das.“
Ergänzende Geschicklichkeitsspiele wie Ringewerfen und das Löschen an einem Kinderspritzenhaus sorgten bei Aktiven und Zuschauern gleichermaßen für gute Laune und spitze Kommentare.
Frauenpower versprach das Team „Brandheiß“. Die elf Frauen aus mehreren Ortsfeuerwehren aus der Wedemark gehören zwar nicht wie Röddensen, Kolshorn, Aligse und Steinwedel zum „Alten Löschbezirk“, waren aber trotzdem ebenso gern gesehene Gäste wie die Nachbarn aus Schillerslage und der Partnerfeuerwehr aus Colbitz. „Wir sind mit Leib und Seele Feuerwehrleute. Zwar nicht die schnellsten, aber die lustigsten und schönsten“, kommentierte Frauke Peters aus Negenborn lachend den Auftritt ihrer Truppe.
Immerhin ließen die Frauen die Röddenser hinter sich: Diese brauchten mit 87 Sekunden nicht nur am längsten, sondern kassierten wegen zweier vertauschter Schläuche wegen auch noch 20 Strafpunkte.
Weniger als die Hälfte dieser Zeit benötigten die Schillerslager, die mit Traktor und historischem Löschanhänger angereist waren, um sich den Tagessieg zu sichern: Nach nur 41,5 Sekunden lagen die Eimer unten. Fast hätte es mit 43,8 Sekunden für die Gastgeber zum Vizetitel gereicht. Doch wegen eines Fehlers am Knoten und den damit verbundenen Strafpunkten musste Heessel den Kolshornern dann doch den Vortritt lassen.
Vor der Siegerehrung hatte jedoch erst einmal die Stunde verdienter Feuerwehrleute geschlagen: Nach der Ernennung von Tobias Sturm zum Feuerwehrmann übergab Ortsbrandmeister Lübbe gemeinsam mit Bürgermeister Alfred Baxmann das Feuerwehrehrenzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft an den ehemaligen Stadtbrandmeister Peter Nicks und an Henning Plaß.

Eimerfestspiele zum 90-Jährigen: Beim Siegerteam aus Schillerslage (unteres Bild) sitzt jeder Handgriff. Seit 40 Jah-
ren sind Henning Plaß (oberes Bild) und Peter Nicks der Ortsfeuerwehr treu.

Quelle: Anzeiger für Burgdorf und Lehrte vom Montag, den 5. August 2013

Einsatzbilder

Unwetterwarnung


© Deutscher Wetterdienst (DWD)

www.Heessel.de