Die Jugendfeuerwehr Schillerslage-Heessel und die Kinderfeuerwehr Heessel starteten am vergangenen Freitag wieder zu ihrem alljährlichen Pfingstzeltlager. Diesmal war auch die Jugendfeuerwehr Dachtmissen-Otze-Weferlingsen kurzfristig mit von der Partie.
Die Fahrt ging nach Almke, das zwischen Wolfsburg und Königslutter liegt. Der Zeltlagerplatz erwies sich als sehr schön und ruhig gelegen, so dass die Kinder nach Herzenslust toben konnten.

Nachdem die Zelte alle aufgebaut und die Schlafplätze eingerichtet waren, gab es ein gemeinsames Abendessen und ein Lagerfeuer.

Am Samstag ging es nach Wolfsburg ins Phaeno. Die Kinder konnten hier allerlei wissenschaftliche Experimente ausprobieren. Besonders der Feuertornado hatte es uns dabei angetan. Was auch sonst?

Am späten Nachmittag ging es wieder zurück und einige Kinder nutzten das angrenzende Freibad, welches wir kostenlos mitbenutzen durften, für eine kleine Planschrunde.

Abends wurde nach hartnäckigen Betteleien seitens mancher Kinder wieder das obligatorische Lagerfeuer entzündet. Während die Kinder erst noch Fangen spielten, fanden sich nach und nach immer mehr auf den Sitzbänken, die um das Feuer standen, ein. Bald kamen die ersten Liedervorschläge und somit wurde es für unsere Zeltnachbarn sehr laut. Der Betreuer Chris Schattschneider erwies sich als talentierter Vorturner bei Liedern, die Körpereinsatz erfordern, und schon bald kamen einige nach dem Ententanz oder Vater Abraham aus der Puste. Zwar waren die meisten Lieder nur von kurzer Dauer, da oft niemand über die erste Strophe und Refrain hinaus kam, aber alles im allem wurde es ein sehr lauter und lustiger Abend.


Am zweiten Tag ging es nach dem gemeinsamen Frühstück in den Tierpark Essehof. Hier konnten allerlei Tiere begutachtet werden. Besondern angetan waren die Kinder gleich von der ersten Attraktion: den putzigen Erdmännchen. Bald hieß es:     „Oh! Guckt mal! Ein totes Erdmännchen! Da hinten!“. Und tatsächlich: Am Rande des Geheges lag in einer Kuhle ein Erdmännchen regungslos auf dem Rücken und alle Viere von sich gestreckt. Die Kinder kreischten erschreckt auf, als das Erdmännchen plötzlich aufsprang. Offensichtlich brauchen auch Erdmännchen manchmal ein ruhiges und gepflegtes Sonnenbad.


Im weiteren Verlauf konnte man bei den Ziegen und den Rehen sogar das Gehege betreten, sie füttern und manchmal auch streicheln. Die Paviane konnte man zwar nicht streicheln, aber immerhin war der Zaun nah genug am Gehege dran, um sie zu füttern. Interessant war es, das Sozialverhalten der Paviane zu beobachten. Sobald der „Oberboss“ an den Zaun kam, um die Erdnüsse einzufordern, machten alle anderen brav Platz. Ein besonderes Highlight war auch das kleine Affenbaby, das so manchem ein „Ohhhhhh, wie süß!“ entlockte. Füttern ließ sich der Kleine auch, bis es der Mutter zu bunt wurde und sie ihn am Schwanz festhielt, damit er nicht mehr entwischen konnte.


Nach einer Runde auf den Spielplatz und einer großen Schiffsschaukel, an der die Kinder natürlich nicht vorbeikamen, ging es wieder auf den Zeltplatz. Einige verabschiedeten sich wieder ins Freibad, während andere sich in den Zelten ausruhten. An diesem Abend stand Scharade auf dem Plan. Um das Lagerfeuersitzend, musste geraten werden, welcher Begriff grade pantomimisch dargestellt wurde. Hierbei wurde wieder sehr viel gelacht, denn einige Darstellungen waren durchaus als sehr abstrakt einzustufen.

Der nächste Morgen ging insbesondere im Jungenzelt sehr früh los*hüstel*. So kam es, dass die Jugendfeuerwehrwartin Claudia Riccoboni, die sich für 7 Uhr den Wecker gestellt hatte, die Jungs grade noch davon abhalten konnte, das Zelt komplett abzubauen. Für Unwissende: Die Zeltplane muss vor dem Abbau noch von der Nacht trocknen, sonst schimmelt es in der Verpackung. Nach dem Frühstück durften sie dann endlich das Zelt abbauen. Alle packten tatkräftig mit an, so dass wir die Heimreise antreten konnten und um 13.00 Uhr wieder vorbehalten am Heesseler Feuerwehrhaus ankamen.

Alles in allem war es ein sehr gelungenes Zeltlager, dass alle gut gelaunt und ohne Verletzungen(eine Premiere!) überstanden haben und bestimmt noch viele Jahre in Erinnerung behalten werden.

Einsatzbilder

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